Besteht nicht die Gefahr der Vermenschlichung der Tiere?

Ich sehe diese Gefahr dort, wo die Tiere nicht in ihrer individuellen Eigenart gesehen werden, sondern wo in sie die eigenen menschlichen Gefühle, Bedürfnisse und Vermutungen projiziert werden.

Gerade durch die direkte Kommunikation mit dem Tier, wie es in der Tierkommunikation geschieht, können jedoch seine wahren Gefühle und Bedürfnisse wahrgenommen werden. Es passiert also keine Projektion mehr, sondern ein Wahrnehmen der Individualität des Tieres .

Es ist für viele Menschen vielleicht erstaunlich und neu, welche Differenziertheit und Tiefe die Gefühls- und Gedankenwelt der Tieres aufweist und auch welche Ähnlichkeiten sie mit der des Menschen hat.

Sie beginnen, die wertende, hierarchische Abstufung zwischen Mensch und Tier in Frage zu stellen und Tiere als gleichberechtigte PartnerInnen und Mitgeschöpfe anzunehmen.

Das bedeutet jedoch nicht, sie Menschen gleichzusetzen, im Sinne, sie als Menschen in Tierform wahrzunehmen. Damit würde man weder Tier noch Mensch gerecht. Jede Spezies ist besonders und einzigartig.

Mittels der Tierkommunikation kann die jeweilige Besonderheit des einzelnen Tieres oder der speziellen Tierart unmittelbar erlebt werden. Jedes Tier hat - mit durch seinen Körper bedingt - eine eigene, unverwechselbare Erfahrungswelt und Aufgabe, zu der die Tierkommunikation Zugang schafft. Es ist ein wunderbares Erlebnis, beispielsweise die Bewegungsimpulse eines Pferdes, die Sinneswelt eines Adlers oder die Geistigkeit eines Jaguars mitzuvollziehen.

Mensch und Tier sind verschieden jedoch gleich wertvoll. Die Tierkommunikation macht das erfahrbar. Sie öffnet die Türen zur inneren Welt der Tiere und trägt dazu bei, dass sie als das, was sie sind, verstanden werden.

 

Wie kann ein Foto genügen, mit dem Tier telepathisch Verbindung aufzunehmen?

Üblicherweise erleben wir uns als voneinander getrennte Lebewesen. Hier bin ich, dort bist du. Hier fange ich an, dort hörst du auf. Sowohl die moderne Physik als auch die spirituellen und religiösen Schulen sprechen davon, dass wir alle miteinander verbunden sind. Getrenntheit und Verbundenheit sind zwei unterschiedliche Erfahrungen einer einzigen Wirklichkeit.

Die telepathische Kommunikation steigt bewusst in die Ebene der Vernetzung ein. Unbewusst, ohne Steuerung, haben viele Menschen diese Vernetzung schon erlebt. Sie spüren, wenn einem Ihnen nahe stehenden Menschen etwas zugestoßen ist, sie wissen, wer am Telefon ist, wenn es klingelt, sie haben das unbestimmte Gefühl, dass zum vereinbarten Treffen der/die andere nicht kommen wird, sie merken „irgendwie“, wenn sie das Foto eines ihnen unbekannten Menschen anschauen, wie dieser Mensch sein könnte.

Diese Verbindung miteinander besteht über den Raum hinweg. Physiker haben dazu verschiedene Modelle und Theorien entwickelt.

Das bedeutet konkret, dass für einen telepathischen Kontakt das Tier auch weit entfernt sein kann und dennoch Verbindung erfahren wird. Das Foto dient dazu, quasi die richtige Telefonnummer zu wählen, den Fokus der Aufmerksamkeit zum bestimmten Tier zu richten, in das Schwingungsfeld des Tiers einzutreten oder, in der Terminologie Dr. Sheldrakes ausgedrückt, Zugang zum morphogenetischen Feld des Tieres zu erhalten.

 

Kann auch ein älteres Foto des Tieres, das nicht mehr aktuell ist, für die Telepathische Kommunikation verwendet werden?

Ja, auch ein Foto von Früher ist geeignet. Das Foto ist sozusagen eine Schiene hin zum Tier. Bei einem älteren Foto gilt es allerdings dann, sich bewusst auf das Tier im Jetzt einzustimmen um nicht in Informationsfelder eines früheren Zeitpunktes zu gelangen.

 

Kann man die telepathische Tierkommunikation lernen? Ist sie nicht doch eine Begabung, die ein Mensch hat oder nicht hat?

Die Fähigkeit, die Mitteilungen eines Tieres telepathisch zu verstehen, ist ohne Unterschied in jedem Menschen angelegt. Sie ist eine sinnvolle biologische Ausstattung, wie der Biologe und Forscher Dr. Sheldrake sagt.

So wie bei anderen Fähigkeiten auch bewirken bestimmte Bedingungen, Einflüsse und Überzeugungen, denen wir von Kindheit an begegnen, ob sich diese Begabung entfalten kann oder ob sie verkümmert.

Doch kann jeder Mensch, ungeachtet wie weit die Fähigkeit zur telepathischen Verständigung zur Zeit entwickelt ist, neu mit dieser Begabung in Berührung treten. Er/sie kann lernen, wie telepathisch Botschaften vermittelt und verstanden werden, welche Fehlerquellen es gibt und wie sie vermieden werden können, wie die telepathische Sensitivität gefördert werden kann. Es ist möglich sich der eventuellen jeweiligen, individuellen Blockierungen bewusst zu werden, sie zu verabschieden und so den natürlichen Fluss der telepathischen Kommunikation wieder zum Fließen zu bringen. Dieses Lernen ist ein Prozess, der auf vielen Ebenen der Persönlichkeit abläuft.

Wie bei jeder anderen Fähigkeit auch, bringen Offenheit, Begeisterung und Liebe, Übung und Reflexion, sowie der tiefe Wunsch, die Kommunikation mit Tieren zum Blühen zu bringen, diese Begabung zum Vorschein und zur Entfaltung.

 


Ist es möglich, mit verstorbenen Tieren Verbindung aufzunehmen?

Ich bin fest überzeugt und erfahre, dass Tiere im Sterben zwar ihren physischen Körper verlassen, doch mit ihrem Bewusstsein in einer anderen Seinsform weiterleben. Deshalb ist es auch nach ihrem Tod möglich, sich mit ihnen zu verbinden.

Gerade nach einem unerwarteten Tod eines geliebten Tieres oder eines sehr dramatischen, wie eines Unfalls, sind viele Menschen sehr gequält. Sie möchten erfahren, wie es dem Tier geht, möchten ihm gerne noch viele Ungesagtes mitteilen, möchten abrunden, was so überraschend unterbrochen wurde.

Hier ist es sinnvoll, mit dem Tier in seinem neuen Lebensabschnitt in Kontakt zu treten.

Nach einer gewissen Ablösungsphase des Bewusstseins vom Körper kann das Tier angesprochen werden, ohne es in seiner Entwicklung zu stören. Vor der Kontakaufnahme mit dem Tier frage ich speziell nach, ob die Verbindung zu diesem Zeitpunkt sein darf. Das Tier wird weiters - wie auch sonst bei jeder Tierkommunikation - gefragt, ob es den Kontakt haben möchte und bleibt so in seiner Selbstbestimmung.

Die Tierkommunikation ist eine hilfreiche und erleichternde Unterstützung für Tier und Mensch, wenn Tiere, die ernsthaft erkrankt sind, in ihrem Sterbeprozess begleitet werden. Das Tier kann seine Wünsche und Botschaften äußern...Viele emotionale Verflechtungen, die ein sanftes Hinübergehen verhindern, können im Tiergespräch und im Gespräch mit den zugehörigen Menschen gelöst werden.

Für die zugehörigen Menschen ist es eine sehr tröstende Erfahrung, nach dem Tod des geliebten Tieres mit ihm weiter in Verbindung bleiben zu können.

 

Wenn Tierkommunikation tatsächlich funktioniert, dann müsste doch mein Tier ausführen, was ich von ihm will und was ich ihm gedanklich schicke. Das wäre dann doch ein Beweis, dass es telepathische Tierkommunikation wirklich gibt.

Das Spielerische, Freudvolle ist die Grundlage, auf der Aufgabenstellungen für Tiere „Sinn“ machen. Und die Klarheit des Menschen in der Kommunikation. Gerade wenn solche Aufforderungen aus dem Druck der Beweisbarkeit erfolgen, sind Tiere oft nicht willens auf sie einzugehen.

Eingebunden in das gemeinsame Leben erfolgen jedoch solche „Beweise“ sehr häufig.

Viele Menschen erleben, dass im alltäglichen Zusammensein mit ihrem Tier die Kooperation viel besser klappt, wenn die verbale Verständigung mit gedanklicher Kommunikation und mit starken Bildern begleitet ist. Plötzlich hören sie Ihren Hund bellen, wenn sie daran denken, wo er denn nun gerade ist. Oder Ihr Pferd geht völlig locker in den Transporter, nachdem ihm die Situation erklärt wurde, während es bislang immer geschoben und gedrängt werden musste. Der Hund lernt die Trainingseinheiten schneller und leichter, wenn bildhaft telepathisch mit

ihm ergänzend kommuniziert wird.

Eine tiefe Erfahrung machte ich beispielsweise mit meinem Langhaaarkater Whiskey. Whiskey, dessen verfilzte Fellknäuel ich mit einer Schere entfernen wollte, stürmte panikartig in den Garten, als er die Schere in meiner Hand sah. Ich versicherte ihm, dass seine Haut unverletzt bleiben und ich nur die Haarknödel wegschneiden würde. Er ließ sich auf den Schoß heben und blieb eine halbe Stunde völlig ruhig und entspannt dort liegen, selbst als ich Millimeter über seiner Haut die Schere führte.