Tiere - aus der Praxis

So ein lustiges Spiel!

Mira, die 11jährige Spanielhündin, lebt mit ihren Menschen in einer Gartensiedlung. Ich kenne sie von mehreren Tiergesprächen als aufgeweckte, liebevolle Spanieldame mit Eigenheiten. Diesmal bin ich mit meiner Freundin Silvia, mit der ich zusammenarbeite, auf Hausbesuch bei Mira. Ihre Menschen bewegt ein Thema besonders. Mira entschlüpft immer wieder in der Nacht und verschwindet. Sie ist auch mit intensivem Rufen und Suchen lange nicht zu finden. Oft dauert die verzweifelte Suchaktion in der Nacht eine halbe Stunde, was sehr zermürbend ist. Miras Menschen fragen, ob ihre Hündin sie überhaupt rufen hört, warum sie wegläuft, ob sie wieder heimfinden würde...Sie haben bei diesen Situationen großen Stress, weil sie fürchten, dass Mira nicht gefunden wird und nicht mehr heimkommt.

Mira vermittelt, dass sie das ganze als lustiges Spiel empfindet. Sie läuft weg, setzt sich dann an einen Platz und wartet auf ihre Menschen. Sie genießt es, wenn sie das Rufen hört und ihre Menschen sie mit intensiven Gefühlen suchen. Wenn sie dann bei ihr auftauchen, freut sie sich. Ein wunderbares Suchspiel ist es für Mira!

Ihre Menschen bestätigen, dass Mira, wenn sie gefunden wird, an einem Platz sitzt und auf sie wartet bis sie ganz bei ihr sind ... Wir beginnen nun im Gespräch eine Lösung herauszuarbeiten. Meine Freundin Silvia empfängt die Botschaft Miras, dass es eine Alternative für sie wäre, wenn im Garten diese Suchspiele gemacht würden. Wenn ihre Menschen nach ihr rufen, sie suchen, so als wäre sie weg...sich Zeit fürs Suchen nehmen, intensive Gefühle zeigen dabei. Das wäre ein Ersatz und sie würde dann nicht mehr in der Nacht entschlüpfen.

Ihre Menschen verstehen das Bedürfnis Miras hinter ihren nächtlichen Ausflügen und möchten diesen Ersatz des Suchspiels gern anwenden.

Jetzt, nach 3 Monaten, erzählen mir Miras Menschen, dass sie das Suchspiel umgesetzt haben und Mira nicht mehr wegläuft, sondern im Garten und im Haus bleibt.

 

Kater Josso benützt sein Kistchen nicht...

Ein Anruf - „Bitte helfen sie mir, mein kleiner Kater Josso, der die erste Woche bei uns ist, verrichtet sein Geschäft nur mehr neben dem Kistchen und überall in der Wohnung. Was ist nur los? Es ist unerträglich.“

Josso meinte im Gespräch,.er kenne das Streu im Kistchen nicht, es sei anders und heller als das Streu, das er von seiner Mama kenne. Ekel war zu spüren. Ihn störe auch, dass es so weiß sei beim Kisterl.

Josso fühle sich sonst wohl in seinem neuen Zuhause, sein Forscherdrang und seine neugierige Lebendigkeit vermittelte er deutlich. Nur das viele ungeschickte Herumtragen von einem Kind sei ihm zuviel. Er fühle sich sicherer am Boden.

Im Gespräch mit Frauli stellte sich heraus, dass das Kistchen eine weiße Überdachung hatte..

Liebe Frau Brunner! Danke von ganzen Herzen,es klappt alles wunderbar. Josso

hat ab den nächsten Tag nicht mehr reingemacht, habe sofort den Sand

organisiert, den er gewohnt war und das Dach vom Kisterl weg gegeben. Meine

Tiere sind wieder glücklich und ich auch. Ich bewundere ihre Arbeit und

wünsche ihnen noch viele tolle Erfolge!“

 

Ein kleiner, armer Hund wird frei

Eine wunderbare, überaus tierliebende Kundin, deren Hunde ich kennenlernen und betreuen durfte, erzählt:

"Dies ist die Geschichte eines kleinen Hundes, der eine lange Zeit als Streuner in Spanien lebte und all die Erschwernisse eines einsamen Hundelebens, der auf sich allein gestellt ist, erfahren musste. Eines Tages hatte dieser kleine Hund fast sein armes Leben ausgehaucht, als eine Horde Jugendlicher ihn zum Spielball einer Wette machten und seinen kleinen ausgemergelten Körper an eine Mauer schlugen. Schwerverletzt blieb der kleine Hund liegen und wurde irgendwann gefunden und in ein spanisches Tierheim gebracht.

Dort begann die zweite Phase seines Leidensweges, er wurde von den großen Hunden im Tierheim gemobbt, gebissen und vom Futter verscheucht. Gott sei Dank wurde er von einer Tierschützerin gesehen und zur Vermittlung unter "graue Schnauzen" ins Internet gestellt.

Hier habe ich den kleinen David gesehen und wusste genau, ich muss ihm eine Chance geben.

Als er endlich bei mir war, hatte ich einen großen Schock bekommen. Sein körperlicher Zustand war furchtbar, wir mussten das kaputte linke Hinterbeinchen amputieren lassen und benötigten lange Zeit um die äußeren Merkmale des Mobbings durch die Hunde im TH zu heilen.

Noch wesentlich schlimmer war aber sein Seelenzustand, er war hyperaktiv, lebte mit einer tiefen Panik, die sofort in Erscheinung trat wenn er Gassi gehen sollte. Er hatte Angst, vor allem vor Hunden gleich in welcher Entfernung er sie sah, er rannte an der Leine links und rechts in totaler Hektik, sein Herzschlag war auf höchsten Touren und ich hatte oft Angst, dass was passieren könnte. Ich habe 2 Jahre alles probiert was möglich war, ich habe eine Hundepsychologin befragt, er bekam starke Medikamente (Antidepressiva),ich habe viele Verhaltensweisen ausprobiert, alles nützte nichts. Ich war total verzweifelt, Gassi gehen mit ihm war ein Horror für ihn und auch für mich.

Ein weiteres Problem war, dass er nicht zur Futterschüssel kam, er versteckte sich unter einem Tisch wenn es Zeit zum Fressen war und wenn ich ihn hervorholen wollte, schnappte er, er war es nicht gewohnt, dass er fressen durfte, er schaute immer ob die Hunde kommen. Ich habe ihn alleine in einem Zimmer mit der Hand gefüttert, aber er fraß oft tagelang nichts.

Vor ca. 1/2 Jahre habe ich in einem Forum einen Beitrag geschrieben und meine Verzweiflung geschildert, ich war am Ende. Da erhielt ich einen Hinweis, ich sollte mich an Birgit wenden, sie hatte beste Erfolge mit verhaltensgestörten Hunden.

Birgit hat mit meinem David dann ca. 2-3mal im Monat ein Gespräch geführt und eine Heilbehandlung gemacht. Ich habe diese Gespräche lesen dürfen und habe viele Tränen der Rührung vergossen, es war wunderbar wie Birgit auf den kleinen David eingegangen ist und ganz behutsam mit viel Liebe seine Panik gelöst hat. Ich erhielt immer Anweisungen von Birgit, in welcher Form ich ihre Behandlung im Alltag unterstützen konnte und langsam machten sich Erfolge bemerkbar. Er wurde freier, ich konnte ihn bei Ansicht von Hunden unter Kontrolle halten, er fing auch an zu schnuppern beim Gassi gehen, er begann regelmäßiger zu fressen etc. Dies ging alles nicht von heute auf morgen, aber stetig und langsam wurde es besser.

Ich habe nach Ende der Behandlung im Sinne und nach Anweisung von Birgit selbst weitergemacht und ich habe heute einen kleinen Hund, der regelmäßig mitten unter seinen Hundekumpels frisst, der beim Gassi gehen lange schnüffelt, der Schneeberge erklimmt trotz seiner 3 Beinchen, der sich mit vielen Hunden angefreundet hat, der zwar noch bellt, wenn ein großer Hund auf ihn zukommt,der sich aber mit Leckerchen gleich wieder ruhigstellen lässt und der vorallem so viel Lebensfreude zeigt und meine Liebe aufsaugt wie ein Schwamm.

Es ist also gelungen, mit Hilfe der Tierkommunikation - die wunderbare Gabe mit Tieren zu sprechen - mit Liebe zu Tieren vermischt, und dies dazu verwendet, so

armen Geschöpfen wie der David war, wieder Lebensfreude zu vermitteln. Ich

danke aus ganzen Herzen für dieses Wunder."

 

Was sagt mein Pferd zu einem Stallwechsel?

Bei einem Workshop wollte eine liebe Teilnehmerin wissen, ob ihr Pferd Rainbow einverstanden wäre, in einen neuen Stall gebracht zu werden. Sie wollte weiters in Erfahrung bringen, wie er die Menschen - die Stallbesitzer - in seinem Stall jetzt erlebt.

Rainbow schickte zuerst das Bild einer Stute neben ihm in der Box, das Gefühl tiefer Freundschaft und die Frage, ob seine Pferdefreundin mit ihm gehen würden. Als er erfuhr, dass nur er von seinen Menschen einen neuen Platz bekäme, schickte er das Gefühl des Einverständnisses mit seinen Menschen und den Wunsch, sich genügend verabschieden zu können.

Dann vermittelte er das Bild von dunklen, schweren Wolken, die auf ihm lasteten und dass es ihm schwer fiel, bei sich, in seiner guten Stimmung zu bleiben.

Auf die Frage nach den Stallbesitzern sendet er aggressive Stimmung, hingeworfenes Futter, sein Gefühl der Angst und Eindrücke von geschlagenen Pferden, einer bissigen Frau, eines Mann, der mit Stiefel tritt und sein Gefühl alleingelassen zu sein.

Die Teilnehmerin erzählte daraufhin, dass die Stallbesitzer, ein Mann und eine Frau, die Pferde auch schlagen. Die Frau hätte eine Art Hassliebe zu den Pferden und wirke tatsächlich bissig. Der Mann tritt mitunter nach den Pferden. Diese gewalttätige Behandlung der Pferde sei auch der Grund, den Stallwechsel vorzunehmen. Für sie verstärkten und bestätigten die Mitteilungen ihres Pferdes Rainbow ihren Entschluss.

 

Ein Hund, der ein guter Hund sein will und doch seinen Menschen viel Mühe bereitete

Frau T. wandte sich an mich, da ihr 4-Jähriger Pudelrüde auf Teppiche und Matten urinierte. Keine Badematte im Badezimmer war mehr sicher und Besuche wurden zur Qual, da Johnny jede Matte benutzte. Er hätte als Welpe von seiner Züchterin gelernt, sich auf einer Matte zu lösen, erzählte mir Frau T. Er sei sonst ein sehr unkomplizierter, fröhlicher und folgsamer Hund. Bis jetzt hatte noch nichts geholfen, das Problem in den Griff zu bekommen....

Im Tiergespräch zeigte Johnny, dass er unbedingt ein "guter Hund" sein möchte, der alles richtig macht. Er hielt es für richtig, Matten und Teppiche zum Urinieren zu nutzen, denn so hatte er es doch gelernt und das war der Zweck dieser Dinger am Boden. Er vermittelte seine Lust am Lernen und an Übungen mit seinen Menschen.

Ich war sofort zuversichtlich, als ich Johnnys große Bereitschaft zu lernen und es "richtig" zu machen spürte - und seine große Klugheit sowie sein liebevolles Herz wahrnahm.

Es waren auch keinerlei Hinweise auf Angst, Ärger, Frustration, körperliche Beschwerden, zu langes Warten auf "raus" , o.Ä. als Ursache seines Verhaltens zu merken.

Hier kurzgefasst in der Essenz des Tiergespräches: Ich erklärte ihm, dass er bislang gemacht hatte, was er gelernt hatte - jetzt sei er ein erwachsener Hund und ab jetzt gibt es Neues für ihn zu lernen: Die Matten bleiben alle trocken und er habe die neue Aufgabe, draußen den Urin abzusetzen. Er sei ein guter Hund. Seine Menschen würden ihn loben, wenn er es richtig macht. Ich würde jeden Tag mit ihm kurz kommunizieren. Seinem Wunsch nach mehr Übungen und Tricks würden seine Menschen sehr gerne nachkommen. Er sei sehr geliebt.

Frau T. setzte ihre Aufgabe um und sagte ihm jeden Abend, dass die Matte trocken bleiben und er in der Früh während des Ausgangs urinieren soll. War die Matte im Bad in der Früh trocken, lobte sie Johnny. Ich kommunizierte jeden Tag kurz mit ihm und hielt kurze Rücksprache mit Frau T.

Den Tag nach der Tierkommunikation war die Matte trocken, tags darauf nass - und ab dann immer trocken. Johnny hatte seine alte Überzeugung abgelegt und wusste, wie er jetzt ein "guter Hund" ist.

 

Das Verhalten meines Hundes ist verändert ....

Bucca, ein sehr freundlicher, wacher und kontaktfreudiger Rüde, war seit Jahren mit seinem Frauchen halbtags im Büro. Bucca war immer gerne dort und lag meist ruhig unter dem Schreibtisch. Sein Frauchen entschied sich noch eine junge Hündin zu sich zu nehmen, die sie nun ebenfalls jeden Tag mit ins Büro nahm. Bucca und die Hündin verstanden sich sehr gut. Nun war Bucca jedoch seit einem halben Jahr im Büro plötzlich sehr unruhig und verhielt sich nervös. Es wäre aber alles wie immer, meinte sein Frauchen, sie wisse nicht, was sie tun sollte.

Mein erster Gedanke war, dass wohl die Hündin Auslöser für sein verändertes Verhalten sein würde, aber ich wusste, dass erst das Gespräch mit Bucca wirklich Aufschluss geben würde. Ich stimmte mich auf Bucca ein. Er sagte, er spüre, dass sein Frauchen vom Büro weg möchte, ja weg soll, und er wolle darum mit seinem Verhalten bewirken, dass sie das Büro verlässt. Ich konzentrierte mich noch einmal ganz stark auf ihn ob der für mich etwas unerwarteten Aussage und spürte dann ganz stark Buccas Körperempfinden. Er wollte Frauchen richtig aus dem Büro rausdrängen, sein ganzer Körper war darauf aus, sie aus dem Büro zu bringen!

Buccas Frauchen war über die Informationen platt, wie sie sich ausdrückte. Es stimme, es habe sich bei ihr in der Firma einiges geändert und sie hatte eine längere Phase, in der sie den Job am liebsten hingeworfen hätte. Es stimme tatsächlich - zu der Zeit fing so langsam Bucca's Unruhe an. Es war ihr regelrecht zuwider für diese Firma zu arbeiten, sagte sie. Aber ein neuer Job, noch dazu mit Vierbeiner, finde sich heutzutage halt auch nicht so einfach. Deshalb habe sie sich durchgekämpft. Inzwischen sei es auch wieder ganz ok, sie habe vielleicht sogar die Chance einen Telearbeitsplatz zu bekommen, um den sie sich natürlich sehr bemühe, weil sie gern da raus möchte.

Ich bestätigte ihr, dass Tiere nicht nur auf unserer Zuneigung und unser sichtbares Verhalten reagieren, sondern dass sie auch unsere nicht beachteten Gedanken, Überzeugungen und Glaubenssätze ausagieren Der Schlüssel zu einer Veränderung von Buccas Verhalten liege sehr an ihr selbst - darin, ob sie selbst sich im Büro am richtigen Arbeitsplatz fühle. Buccas Frauch später in einem email: "Ich möchte mich jedenfalls nochmal ganz herzlich für die Hilfe damals bedanken. Ich habe damals nicht verstanden was er mir sagen will und erst jetzt habe ich wirklich meinen Traum von Telearbeitsplatz durchgesetzt. Heute arbeite ich also zuhause. Bucca bzw. ihr habt es also geschafft."

 

Was ist nur los mit meinem Pferd?

Caruso ist ein wunderschönes Springpferd. Als ihn Frau V. kaufte, war er sehr verängstigt - an seinem vorherigen Platz war er geschlagen worden. Mit viel Liebe gelang es ihr, Carusos Vertrauen zu gewinnen und hatte mehrere schöne Erfolge und erste Plätze bei Turnieren mit ihm. Doch seit einigen Monaten litt Caruso an Koliken, deren Ursache der Tierarzt nicht herausfinden konnte. Caruso war depressiv und lustlos und wollte auch bei der Arbeit nicht mehr mitmachen. „Bitte helfen Sie mir!“, mailte Frau V.

Caruso war sehr mitteilsam. Er verweigere sich, meinte er, weil er so traurig sei. Ein Mann gehe öfter durch den Stall. Dieser Mann sei sehr selbstgefällig und eitel. Er würde alle Pferde zwar tätscheln, doch nur, um sich selbst zu beweisen, wie toll er selber sei. Caruso war empört über dieses Verhalten, denn er würde doch soviel geben als Pferd und dieser Mann würde ihn weder beachten noch wirklich in seinem Wesen erkennen. Dabei sei ihm seine Anerkennung so wichtig, weil dieser Mann ihm wichtig wie ein Vater sein. Das Reiten mit seinem Menschen, Frau V., würde er sehr genießen und hätte an sich viel Spaß daran, doch jetzt verweigere er sich. Er wollte verstanden werden von seiner Reiterin. Es verletze ihn, dass Frau V. diesen Mann so bewundere. Sie müsse ihn doch durchschauen und ihn, Caruso, verstehen!

Im Tier-Gespräch mit Caruso bestätigte ich ihm, welch tolles, wundervolles Pferd er sei. Wie unaufmerksam dieser Mann sei und wieviel dieser noch zu lernen habe. Ich bestärkte ihn, sich von der Anerkennung von diesem Mann zu lösen - für sich selbst zu wissen, in sich zu finden, wie großartig er selbst sei. Auch sein Mensch, Frau V., sei sehr stolz auf ihn und werde ihn jetzt in seinem Anliegen verstehen.

Frau V., die Carusos Mitteilung hörte, erkannte in seiner Beschreibung den vorigen Besitzer Carusos, der jetzt wiederholt im Stall auftauchte und dieses Verhalten zeigte. Auf mein Anraten redete sie mit Caruso und versicherte ihm, dass sie diesen Mann durchschaue und nur zu ihm halte. Weiters bekam Caruso eine speziell abgestimmte Bachblütenmischung.

Nach nur wenigen schrieb Frau V. erleichtert, dass Caruso wieder freudig sei, mitarbeite und springe und dass sie sich auf einen Wettbewerb in zwei Wochen freue. Tatsächlich machte sie dort mit Caruso einen sehr guten Platz.